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Kaiserslautern
Die Barbarossastadt, ist eine Industrie- und Universitätsstadt am nördlichen Rand des
Pfälzerwaldes im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz.
Sie hat den Status einer kreisfreien Stadt und ist Sitz der Kreisverwaltung des gleichnamigen
Landkreises Kaiserslautern. Bekannt ist Kaiserslautern unter anderem durch seinen Fußballclub 1. FC Kaiserslautern.
Kaiserslautern hat etwa 100.000 Einwohner und steht damit zusammen mit Trier nach Mainz, Ludwigshafen
am Rhein und Koblenz an vierter beziehungsweise fünfter Stelle unter den Großstädten des Landes. Die Einwohnerzahl der Stadt Kaiserslautern überschritt 1969 die Grenze von 100.000,
wodurch sie zur Großstadt wurde. Heute schwankt die Einwohnerzahl um die 100.000er Marke. Hinzu kommen noch knapp 48.000 US-Amerikaner (Soldaten, ehemalige Soldaten, amerikanische
Zivilangestellte und ihre Familienangehörigen), die in Kaiserslautern und am Luftwaffenstützpunkt Ramstein Dienst tun und in Stadt und Landkreis wohnen.
Die nächsten größeren Städte sind Ludwigshafen am Rhein, etwa 70 km östlich, Mainz etwa 80 Kilometer
nord-östlich und Saarbrücken etwa 70 km westlich.
Kaiserslautern ist eines der fünf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz.
Kaiserslautern liegt am Westrand der Haardt (östl. Teil des Pfälzerwaldes) im sog. Kaiserslauterer
Becken. Es wird im Süden und Osten von bewaldeten Höhen (Humberg, Kahlenberg) und im Norden vom Rothenberg umrahmt und dehnt sich im Westen in die Westpfälzische Moorniederung aus. Die
geht an der westlichen Gemarkungsgrenze über in das sog. Landstuhler Bruch über, das im Süden von der Sickinger Höhe begrenzt wird.
Geologie Kaiserslautern befindet sich auf einem Rotsandsteingebirge, welches ursprünglich von
Muschelkalksedimenten überlagert war. Diese Sedimente wurden später jedoch ausgewaschen und im Westrich abgelagert.
Nachbargemeinden Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Kaiserslautern, sie
werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und liegen alle- außer der Verbandsgemeinde Lambrecht (Pfalz), das zum Landkreis Bad Dürkheim gehört - im Landkreis Kaiserslautern:
Otterbach, Otterberg, Mehlingen, Enkenbach-Alsenborn, Fischbach bei Kaiserslautern, Hochspeyer,
Waldleiningen, Lambrecht (Pfalz), Trippstadt, Stelzenberg,Schopp, Krickenbach, Queidersbach, Bann, Kindsbach, Landstuhl, Ramstein-Miesenbach, Weilerbach, Rodenbach (Pfalz), Katzweiler
Klima Kaiserslautern liegt innerhalb der gemäßigten Klimazone mit Niederschlägen zu allen
Jahreszeiten. Im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands hat Kaiserslautern ein recht warmes und sehr sonniges Klima. Durch die Lage im Lee von Hunsrück und Eifel werden Niederschläge
bei Nordwestwetterlagen meist abgehalten.
Stadtgliederung Das Gebiet der Kaiserslauterer Kernstadt ist traditionell in fünf
"Fünftel" eingeteilt, die durch die Farben blau (Südwesten), weiß (Westen), gelb (Nordwesten), rot (Nordosten) und grün (Südosten) gekennzeichnet wurden. (Diese Einteilung
spiegelt sich noch beispielsweise in den althergebrachten Emailleschildern mit der Hausnummer, die durch die Farbe auch die Zugehörigkeit zum "Fünftel" angeben; auch die Farbe
der alten, an Hauswänden angebrachten Straßenschilder oder Namen wie "Rote Apotheke" und "Grüne Apotheke" beziehen sich auf die Fünftel.) Die Gliederung wurde durch
die französische Besatzungsverwaltung im 18. Jahrhundert eingeführt. Verwaltungstechnisch haben die Fünftel keine Bedeutung mehr.
Mit der Eingemeindung der umliegenden Ortschaften 1969 ergab sich eine "natürliche
Einteilung" in Kernstadt und Ortsteile. Die Ortsteile hatten auch nach der Eingemeindung einen Ortsbeirat sowie einen Ortsvorsteher behalten; die Ortsbeiräte waren zu wichtigen, den
Ortsbezirk betreffenden Angelegenheiten zu hören. Nachdem das Land Rheinland-Pfalz in seinem Kommunalrecht die Möglichkeit eröffnet hatte, auch in Städten solche Ortsbeiräte einzurichten,
wurden die Stadt (einschließlich der Ortsteile) in 18 Ortsbezirke eingeteilt, um die Bürgernähe zu erhöhen. Die Ortsbeiräte waren bei wichtigen, den Ortsbezirk betreffenden Entscheidungen
zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme oblag dann jedoch dem Stadtrat der Gesamtstadt Kaiserslautern. Nur einzelne Maßnahmen konnten die Ortsbeiräte in eigener
Zuständigkeit allein entscheiden.
Ende 2002 wurden die Hauptsatzung der Stadt geändert und die Ortsbezirke für die Kernstadt wieder
aufgelöst. Ortsbezirke bestehen jetzt nur noch für Einsiedlerhof, Morlautern, Erlenbach, Mölschbach, Dansenberg, Hohenecken, Siegelbach und Erfenbach.
Geschichte Der Raum um Kaiserslautern ist seit der Jungsteinzeit (Bandkeramikzeit, 6./5.
Jahrtausend v. Chr.) besiedelt, auch römische Besiedlung ist nachweisbar. Um 830 wurde die "villa Luthra" im Lorscher Reichsurbar erstmals urkundlich erwähnt. Nach 1152 ließ
Kaiser Friedrich I., genannt Barbarossa, hier eine Pfalz errichten. 1276 verlieh König Rudolf von Habsburg dem Ort Lautern die Stadtrechte. 1375 wurde die jetzt auch
"Kaiserslautern" genannte Stadt an die Kurpfalz verpfändet und damit kurpfälzische Oberamtsstadt. Nach 1571 ließ Johann Casimir, der "Jäger aus Kurpfalz", neben der
Barbarossaburg ein Schloss bauen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt mehrfach blutig besetzt. 1688 wurde die Stadt im Pfälzischen Erbfolgekrieg und danach im Spanischen
Erbfolgekrieg 1703 erneut durch die Franzosen besetzt, Schloss und Burg wurden gesprengt.
Nach den Napoleonischen Kriegen wurde Kaiserslautern 1801 französisch und Sitz einer Unterpräfektur.
Nach den Befreiungskriegen wurden 1816 die Pfalz und damit auch Kaiserslautern bayerisch. In der Revolution von 1849 residierte in der Fruchthalle eine "Provisorische
Regierung", die die Unabhängigkeit der Pfalz von Bayern proklamierte.
Nach 1850 entwickelte sich Kaiserslautern zu einer Industriestadt (1857: Gründung der
Kammgarnspinnerei; 1862: Gründung der Nähmaschinenfabrik Pfaff) und entwickelte sich zum bedeutendsten Industriestandort der Pfalz.
Nach dem Ersten Weltkrieg stand die Stadt unter französischer Verwaltung (bis 1930), wogegen sich
1923/24 Separatistenunruhen erhoben.
Im März 1933 begann die nationalsozialistische Zeit in Kaiserslautern. Im August 1938 wird die Synagoge
abgerissen. Im Zweiten Weltkrieg kommt es ab 1940 immer wieder zu Luftangriffen, die Bevölkerung wurde mehrmals evakuiert. Bei mehreren Großangriffen 1944/45 wird die Stadt weitgehend
zerstört. Am 20. März 1945 wird die Stadt durch die Amerikaner eingenommen, was den Krieg für Kaiserslautern beendete.
Die Nachkriegszeit ist durch verkehrsgerechten Wiederaufbau der Stadt und Zuzug Tausender Vertriebener
gekennzeichnet. Zugleich wird der Raum Kaiserslautern ("Bastion Pfalz") zur größten US-amerikanischen Garnison außerhalb der USA. Durch die Eingemeindung umliegender Ortschaften
wird Kaiserslautern 1969 zur Großstadt, 1970 wird die Universität gegründet. Die zunächst wiederaufblühende Industrie (1966: Ansiedlung von Opel) ist jedoch durch die militärische Nutzung
großer Flächen in ihren Entwicklungsmöglichkeiten gehemmt, seit den 1970er-Jahren kommt die Industrie in die Krise (1981: Konkurs der Kammgarnspinnerei, Entlassungen bei Pfaff, Opel
usw.). Weitere Probleme entstehen durch die Verkleinerung der amerikanischen und den Abzug der französischen Garnison. Heute sieht sich Kaiserslautern, unterstützt durch
Konversionsprojekte des Landes, auf dem Weg zu einer "Wissenschafts- und IT-Stadt". Ein erfolgreiches Projekt in diesem Zusammenhang ist die Einrichtung des sog. PRE-Parks.
Weitere Details: Geschichte Kaiserslauterns
Religionen Kaiserslautern als Teil der Pfalz wurde schon sehr früh von der Reformation
erfasst. Die Stadt war damit über viele Jahrhunderte eine vorwiegend evangelische Stadt, wobei das reformierte Bekenntnis vorherrschte. Im 17. Jahrhundert scheiterten mehrere Versuche der
Rekatholisierung, doch gelang es den Katholiken ab dem 18. Jahrhundert wieder Bedeutung in der Stadt zu erlangen. Mit der gesamten Pfalz fiel 1815 auch Kaiserslautern im Zuge der
territorialen Neuordnung durch den Wiener Kongress an Bayern. Damit kam es zu der paradoxen Situation, dass der katholische bayerische König Max Joseph Haupt der evangelischen Kirche
wurde – und zwar sowohl der lutherischen als auch der reformierten Konfession. Auf sanften Druck aus München vereinigten sich 1818 die lutherischen und reformierten Gemeinden zu
einer einheitlichen unierten Kirche, die den Namen "Vereinigte Protestantisch-Evangelisch-Christliche Kirche der Pfalz" trug, dem Vorläufer der heutigen Evangelischen Kirche der
Pfalz (Protestantische Landeskirche). Im August 1818 wurde in Kaiserslautern auf einer Generalsynode die Vereinigung beschlossen und mit einem Zug von der (lutherischen) "Kleinen
Kirche" (der heutigen Unionskirche) zur (reformierten) Stiftskirche gefeiert. Kaiserslautern wurde danach Sitz eines Dekanats. Zum Kirchenbezirk Kaiserslautern gehören heute alle
protestantischen Kirchengemeinden innerhalb des Stadtgebiets (mit Ausnahme der Gemeinden in den Ortsteilen Siegelbach, Erfenbach und Mölschbach, die dem Kirchenbezirk Otterbach zugehören)
sowie die Kirchengemeinden Hochspeyer (einige Kilometer östlich von Kaiserslautern) und die Kirchengemeinde Schopp-Linden einige Kilometer südlich von Kaiserslautern. Die in der Stadt
gelegenen Gemeinden des Kirchenbezirks haben sich in der "Protestantischen Gesamtkirchengemeinde" zusammengeschlossen, in deren Trägerschaft sich die diakonischen Einrichtungen
wie Kindergärten befinden. Die römisch-katholischen Bewohner gehörten anfangs zum Bistum Worms. Nach dessen Auflösung 1801 gehörten sie zum Bistum Mainz und seit 1817 zum Bistum
Speyer. Heute gehören die Pfarrgemeinden der Stadt zum "Pfarrverband Kaiserslautern". Zu den sonstigen christlichen Gemeinden gehören zum Beispiel die Selbständige
Lutherische Gemeinde "St. Michaelis", die Altkatholische Gemeinde, die Adventgemeinde, die Neuapostolische Gemeinde, die Evangelisch-Methodistische Gemeinde sowie mehrere
Evangelisch-Freikirchliche Gemeinden. Kaiserslautern hat auch eine jüdische Geschichte. Die 1886 gebaute Synagoge am heutigen Synagogenplatz wurde im Frühjahr 1938 von der Stadt
erworben und im folgenden Sommer, also vor der so genannten Reichskristallnacht, aus "stadtplanerischen Gründen" gesprengt. In einem Projekt der TU Darmstadt wurde die Synagoge
im Jahr 2001 virtuell rekonstruiert. Heute gehören der jüdischen Gemeinde in Kaiserslautern wieder mehr als 300 Mitglieder an. In Kaiserslautern befindet sich die einzige Synagoge der
Pfalz. Ferner leben in Kaiserslautern etwa 1.500 Muslime. Der türkische "Moschee-Verein" betreibt in einem umgebauten Geschäftshaus eine eigene Moschee. Seit 1991 haben sich auch die Freien Christengemeinden im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Kaiserslautern niedergelassen, zu denen die Pfingstgemeinde, die Lagerhauskirche und der Fels gehören.
Kaiserslauterer Sagen Über die Geschichte Kaiserslauterns existieren ungewöhnlich viele
Sagen. Einige von diesen sind für die Stadt von großer Bedeutung. So ist der Fisch im Wappen von Kaiserslautern auf die Sage vom Hecht im Kaiserwoog zurückzuführen. Eine andere Sage
berichtet von der aus Trier stammenden frommen Frau, Lutrina, welche zur Zeit der großen Christenverfolgungen, in die Wildnis flohen und dort eine Wohnung errichteten, die sie Lutrea
nannten. Dies soll Lautern den Namen gegeben habe. Lutrina ist heute noch Name einer Straße in Kaiserslautern, an deren Ende sich die Lutrinaklinik befindet.
siehe auch: Kaiserslauterer Sagen
Stadtbild Durch ihre strategisch günstige Lage an einem der wenigen Pässe zwischen Rhein und
Mosel („via regalis“) wurde die Stadt im Lauf ihrer Geschichte immer wieder zerstört. Auch die rasche Industrialisierung der Stadt im 19. Jahrhundert, die Bombardierung während des
Zweiten Weltkriegs, der verkehrsgerechte Wiederaufbau nach dem Krieg und die Altstadtsanierung (Flächensanierung) der ausgehenden Sechziger- und frühen Siebzigerjahre führten zu
wesentlichen Verlusten an historischer Bausubstanz.
Dennoch haben sich etliche Beispiele von bemerkenswerten Einzelgebäuden, Ensembles und historischen
Grundrissen erhalten, auch wenn sie sich nicht zu einem pittoresken Ganzen fügen. Eine eingehendere Beschreibung der fett hervorgehobenen Bauten findet sich im Artikel
Baudenkmäler in Kaiserslautern.
Frühzeit Bemerkenswerte Bauten des Mittelalters und der frühen Neuzeit sind die evangelische
Stiftskirche und die katholische Martinskirche sowie Reste der Barbarossaburg mit Casimirsaal. Auch einige Reste der Stadtmauer sind noch zu finden, ferner verborgen im
Hinterhof (Marktstraße 8) ein Seitenflügel eines gotischen Patrizierhauses.
Barocke Bauten im Stadtgebiet findet man etwa rund um den Martinsplatz, in der Klosterstraße
(Bistumshaus), am Rittersberg (Gasthaus Ritters) und in der Schillerstraße (Gasthaus "Zum Spinnrädl"). Klassizistische Bauten finden sich u. a. in der Friedenstraße (ehemalige
Friedhofskapelle), in der Marktstraße (Adler-Apotheke), in der Scheidstraße/Ecke Matzengasse und in der Steinstraße 49 (Villa Karcher).
Die Zeit bis zum 1. Weltkrieg Der größte Teil der erhaltenen Kulturdenkmäler stammt aus der
Zeit ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert bis zum Ende des Kaiserreichs. Hier sind zu nennen die heute als Konzerthalle genutzte Fruchthalle, das Gewerbemuseum (heute Pfalzgalerie
), die Marienkirche und die Apostelkirche, ferner die Denkmalzone um den Stadtpark
sowie das Villenviertel im Benzinoring/Villenstraße. Repräsentative Verwaltungsbauten der Gründerzeit sind etwa das ehemalige Hauptpostamt in der Karl-Marx-Straße (heute Deutsche Telekom), das ehemalige Bezirkskommando (heute
Polizeipräsidium) in der Logenstraße, das königliche Hauptzollamt (heute Finanzamt) in der Eisenbahnstraße, der Verwaltungssitz der Pfälzischen Eisenbahnen in der Eisenbahnstraße
73 (heute privat genutzt) und die neobarocke Kaserne des 23. Königlich Bayerischen Infanterieregiments im Osten der Stadt.
Als Industriedenkmal stehen auch die Bauten der ehemaligen Kammgarnspinnerei
unter Denkmalschutz. Das weitläufige Gelände ist heute in die Gartenschau eingegliedert; das Kesselhaus wird als Kulturzentrum „Kammgarn“, Teile der Verwaltungsbauten werden durch die Fachhochschule genutzt.
Baudenkmäler des Jugendstils sind selten in Kaiserslautern. Zu nennen sind hier das ehemalige Hotel
Brenner gegenüber dem Bahnhof, die Goetheschule, das Wohnhaus Schumannstraße 10 und das Geschäftshaus Steinstraße 15. Bemerkenswert sind zwei ganz seltene Beispiele von sehr früh
errichteten Kinos („Union“ von 1911, Kerststraße; „Central“ von 1913, Osterstraße).
Städtebaulich interessant ist der Stadterweiterungsplan von Eugen Bindewald von 1887. Auf ihn gehen die
Ringstraßen im Osten des Stadtgebiets (Barbarossaring, Hilgardring, Benzinoring), das Quartier um den heutigen Kolpingplatz (Rondell mit Radialstraßen) und der Marienplatz mit der
Marienkirche als Bezugspunkt der sternförmig auf sie verlaufenden Straßen zurück. 1912 wurde nach Plänen von Hermann Hussong der Waldfriedhof angelegt.
Zwischenkriegszeit Mit Hermann Hussong ist eine der das Stadtbild bis heute prägenden
Persönlichkeiten bereits genannt. Von ihm stammen die Neufassung des Bindewald’schen Stadterweiterungsplans (1913) sowie die Entwürfe für die Bebauung des Pfaffenbergs und des
Lämmchesbergs.
Hussong baute ab 1919 die schlossähnliche Wohnanlage in der Fischerstraße, die als Reparationsleistung
vom Deutschen Reich bezahlt wurde und ursprünglich als Offizierswohnungen der französischen Besatzungsarmee vorgesehen war. Nachdem die Franzosen auf die Anlage verzichtet hatten, fiel
sie an die 1921 gegründete Gemeinnützige Baugesellschaft (BauAG). Im Auftrag der BauAG errichtete Hussong zahlreiche Wohnbauten zur Bekämpfung der Wohnungsnot. Von Denkmalsrang sind der
expressionistisch angehauchte Komplex Königstraße/Marienstraße, der sog. Rundbau über D-förmigem und der sog. Grüne Block über A-förmigem Grundriss sowie die Pfaffsiedlung. Von Hussong
stammt auch das Ausstellungshalle auf dem Gelände des heutigen Volksparks; die Anlage wurde durch Bomben 1945 zerstört, nur die monumentale Figurengruppe des Rossebändigers ist noch
erhalten.
Die Idee der Gartenstadt wurde in Kaiserslauten im „Bahnheim“ in Nachbarschaft des
Reichsbahnausbesserungswerks umgesetzt. 1928 wurde am Schillerplatz das erste Gebäude in Stahlskelettbauweise errichtet, und mit dem Hauptpostamt am Bahnhof entstand 1930 das erste
Dienstgebäude Süddeutschlands, das Ideen des Bauhauses aufgriff. Eine interessante Begegnung von expressionistischen und gotischen Stilelementen zeigt die katholische Minoritenkirche
Maria Schutz von 1928/29.
Das Bauwesen der nationalsozialistischen Zeit war geprägt durch die Siedlungsbewegung mit Errichtung
von Großsiedlungen im Osten und Westen der Stadt, außerdem entstanden verschiedene Kasernenbauten. Bauwerke von Denkmalrang sind Erweiterungsbauten der Kammgarnspinnerei sowie die
Autobahnbrücke über das Waschmühltal. Wegen der Erhebung zur Gauhauptstadt im Jahr 1939 wurden Parade- und Aufmarschplätze geplant; so hatte man im Vorgriff bereits im Sommer 1938 die
Synagoge abgerissen. Die Umgestaltung kam während des Kriegs jedoch zum Erliegen, als Saarbrücken neue Hauptstadt des Gaus Saar/Pfalz wurde.
Nachkriegszeit Die Innenstadt Kaiserslauterns wurde gegen Ende des Kriegs durch
Bombenangriffe zu fast zwei Dritteln zerstört. Der Wiederaufbau der Stadt nach 1945 folgte den verkehrstechnischen Vorgaben der amerikanischen Besatzungsarmee. Um Durchbrüche zu schaffen
und Straßen zu verbreitern, wurde viel noch erhaltene Bausubstanz abgerissen. Beim Wiederaufbau der Gebäude wurden sie meist in vereinfachten Formen wiederhergestellt, die Neubauten
folgen zumeist den Idealen der Zeit und wirken heute banal. Baulich bedeutsame Gebäude dieser Zeit sind die Evangelische Christuskirche (1957/58) und die Evangelische Pauluskirche
(1958–60), die Berufsbildende Schule in der Martin-Luther-Straße (1954--56), das ehemalige französische Offizierskasino am Altenhof (1955/56), das Bürohaus der Bayerischen
Hypotheken- und Wechselbank in der Fackelstraße (1956/57), die Kreisverwaltung (1959--60) sowie das neue Rathaus (1963--1968).
Weitere Sehenswürdigkeiten im Überblick
- Hohenecker Burg
- Fritz-Walter-Stadion auf dem Betzenberg
- Grenzüberschreitendes Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen
- Kulturzentrum Kammgarn, in den Bauten der ehemaligen Kammgarn-Spinnerei beim jetzigen Gartenschaugelände
- Japanischer Garten Kaiserslautern
- Zoo Kaiserslautern im Stadtteil Siegelbach
- Freibad Waschmühle mit dem größten Wasserbecken Europas
- Gartenschau, hervorgegangen aus der ersten Landesgartenschau Rheinland-Pfalz, mit der größten
Dinosaurier-Ausstellung Europas
- Kaiserbrunnen am Mainzer Tor (1987 von Gernot Rumpf geschaffen)
- Humbergturm (Aussichtsturm südlich der Stadt)
- Wildpark am Betzenberg
Siehe auch Baudenkmäler in Kaiserslautern.
Politik Stadtoberhäupter und Stadtrat An der Spitze der Stadt Kaiserslautern stand über
die Jahrhunderte der Schultheiß als oberster Richter und Verwaltungsbeamter der Stadt. Später gab es einen Bürgermeister, der anfangs ehrenamtlich tätig war. Ab 1906 war er hauptamtlich
tätig und ab 1913 erhielt er den Titel Oberbürgermeister.
- 1800 - 1811: Goswin Möllinghoff
- 1811 - 1813: Charles Auguste Lufft
- 1814 - 1826: Daniel Hummel, 1814-1817 mit dem Titel Oberbürgermeister
- 1826 - 1834: Carl Spaeth
- 1835 - 1850: Adam Weber
- 1850 - 1852: Valentin Jacob
- 1852 - 1853: Carl Orth
- 1853 - 1857: Adrian Pletsch
- 1858 - 1864: Philipp Hack
- 1864 - 1869: Jean (Johann) Gelbert
- 1870 - 1874: Carl Hohle
- 1875 - 1883: Louis (Ludwig) Goerg
- 1883 - 1884: Jose von Neumayer
- 1885 - 1889: Carl Hohle
- 1890 - 1894: Jose von Neumayer
- 1895 - 1905: Dr. med. Theodor Orth
- 1906 - 1918: Dr. jur. Hans Kfner
- 1918 - 1932: Dr. jur. Franz Xaver Baumann
- 1932 - 1938: Dr. jur. Hans Weisbrod
- 1938 - 1945: Richard Imbt
- 1945 - 1956: Alex Müller
- 1956 - 1967: Dr. Walter Sommer
- 1967 - 1979: Dr. Hans Jung
- 1979 - 1989: Theo Vondano
- 1989 - 1999: Gerhard Piontek
- 1999 - 2007: Bernhard Deubig
- 2007 - heute Klaus Weichel
Die Stadtratswahl vom 13. Juni 2004 ergab folgendes Ergebnis:
- SPD 37,1% (+0,8) - 19 Sitze (-1)
- CDU 37,0% (-9,9) - 19 Sitze (-8)
- Bündnis 90/Die Grünen 8,3% (+3,6) - 4 Sitze (+1)
- FWG 7,6% (+2,9) - 4 Sitze (+4)
- FDP 6,4% (+2,3) - 4 Sitze (+2)
- FBU 3,7% (+3,1) - 2 Sitze (+2)
Name und Wappen der Stadt Der Name der Stadt lautete ursprünglich "Lutra" nach dem
Flüsschen, das durch Kaiserslautern floss. Heute wird die Lauter unterirdisch durch die Stadt geführt. Im Jahre 1322 ist in einer Urkunde erstmals der Name 'Kayserslutern'
bezeugt. Die Hinzufügung des Wortes Kaiser bezieht sich wahrscheinlich auf das Wirken Kaiser Friedrichs I. Barbarossa, der hier ab 1152 die Kaiserpfalz erbauen ließ und sich bis zum Jahre
1186 fünfmal darin aufhielt, um Römerzüge vorzubereiten.
Das Wappen der Stadt Kaiserslautern zeigt in Rot einen silbernen Pfahl, belegt mit einem steigenden
blauen Fisch (Hecht). Die Stadtfarben sind Rot-Weiß. Der Pfahl ist bereits seit 1266 belegt und stellt den Bach Lauter dar, welche der Stadt den Namen gab. Ab 1373 ist der Fisch als
Wappenfigur belegt. Die Form beider Symbole sowie die Wappenfarben wechselten im Laufe der Geschichte mehrmals. Doch sind die Stadtfarben Rot und Weiß seit 1545 nachweisbar. In seiner
heutigen Form wurde das Wappen am 3. August 1842 von König Ludwig I. von Bayern genehmigt. In früheren Jahrhunderten enthielt das Siegel auch noch andere Symbole, zum Beispiel eine
Zinnenmauer mit als Kirchtürmen gedeuteten Gebäuden.
Städtepartnerschaften Kaiserslautern unterhält eine Vielzahl von Städtepartnerschaften und
-freundschaften. Die erste Partnerschaft entstand schon 1960.
- Davenport, Bundesstaat Iowa USA, seit 10. Juni 1960
- Douzy, Frankreich, seit 1967
- Saint-Quentin, Frankreich, seit 1967
- London Borough of Newham, Großbritannien, seit 1974
- Bunkyo-ku, Japan, seit 1988
- Brandenburg an der Havel, Brandenburg, seit 1988
- Pleven, Bulgarien, seit 1999
- Columbia, USA, seit 2000
- Silkeborg, Dänemark, seit 2000
- Guimaraes, Portugal, seit 2000
- Banja Luka, Bosnien und Herzegowina, seit 2003
- Igualada, Spanien, seit ?
- Rotherham, Großbritannien, seit ?
Wirtschaft und Infrastruktur Durch das Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die
Bundesautobahn A 6 Saarbrücken-Mannheim. Ferner endet hier die A 63 aus Richtung Mainz und trifft im Autobahndreieck Kaiserslautern auf die A 6. Folgende Bundesstraßen führen durch das
Stadtgebiet: von Süden nach Norden die B 270, in West-Ost-Richtung die B 37 und in Richtung Nordwesten die B 40.
Die Stadt liegt an der in Ost-West-Richtung verlaufenden Bahnhauptstrecke Saarbrücken-Mannheim (die
sog. Pfälzische Ludwigsbahn), nach Süden führt eine eingleisige Strecke bis Pirmasens, nach Norden die sog. Lautertalbahn bis Lauterecken und nach Nordosten die sog. Alsenztalbahn nach
Bad Kreuznach und Mainz. Die frühere Bedeutung Kaiserslauterns als Eisenbahnknotenpunkt ist nach der Stillegung des Rangierbahnhofes Einsiedlerhof zurückgegangen.
Seit dem Jahreswechsel 2003/04 ist der Hauptbahnhof Kaiserslautern westlicher Endhaltestelle der S-Bahn
Rhein-Neckar, die die Stadt mit Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg verbindet. Eine Verlängerung der S-Bahn nach Westen bis Homburg (Saar) ist bis 2006 geplant.
Den öffentlichen Personennahverkehr versorgen zahlreiche Buslinien der Technischen Werke Kaiserslautern
(TWK) sowie anderer Verkehrsunternehmen, Näheres siehe Nahverkehr in Kaiserslautern. Alle öffentlichen Verkehrsmittel sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Westpfalz
Verkehrsverbunds (WVV) zu benutzen. Ab dem Hauptbahnhof kann auf der Bahnstrecke nach Osten auch der Tarif im Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) genutzt werden. Die Einrichtung einer
schienengebundenen "City-Shuttle"-Strecke zwischen Hauptbahnhof und dem Universitätscampus wird derzeit diskutiert.
Wirtschaft Kaiserslautern ist trotz Arbeitsplatzabbau der Unternehmen noch immer eine
bedeutende Industriestadt mit über 11.000 Arbeitsplätzen im industriellen Bereich. Der bedeutendste Arbeitgeber der Region ist indes die US-amerikanische Militärgemeinde Kaiserslautern
mit etwa 28.000 Arbeitsplätzen (davon 6700 deutsche Zivilbeschäftigte). Mit der Technischen Universität als Kristallisationszentrum entwickelt sich Kaiserslautern aber zunehmend zu einem
Wissenschaftsstandort mit dem Schwerpunkt Informationstechnologie, wie zahlreiche Firmengründungen und -ansiedlungen der letzten Jahre zeigen.
Eine Auswahl von auch überregional bekannten, in Kaiserslautern ansässigen Firmen bietet die
folgende Liste.
- ACO Guss GmbH (bis 1997 Guss- und Armaturwerk Kaiserslautern; Industrieguss und Bauguss, z.B. für Entwässerung)
- Adam Opel AG (Motoren- und Komponentenwerk; im Werksgelände auch die Firmen GKN Gelenkwellenwerk Kaiserslautern
GmbH und das Logistikunternehmen Stute Verkehrs GmbH)
- Alpha Business Solutions AG (Business-Software für mittelständische Industrie- und Handelsunternehmen)
- Arcadis Consult GmbH (Consulting und Management-Dienstleistungen in den Bereichen Infrastruktur, Umwelt und
Bauwerke)
- F.K. Horn GmbH & Co. KG (Bauunternehmung: Hoch- und Tiefbau)
- Bahntechnik Kaiserslautern (früher Bundesbahn-Ausbesserungswerk; Revision von Güterwaggons, Aufarbeitung von
Zug- und Stoßeinrichtungen, bahntechnische Sonderanfertigungen)
- Barbarossa Bäckerei GmbH (Herstellung und Vertrieb von Backwaren im südlichen Rheinland-Pfalz und Saarland)
- Blue Order AG (vormals TecMath AG) (Content Management Systeme)
- CAS GmbH (CRM-Software für die Konsumgüterindustrie)
- Corning GmbH (Fabrikation von Keramik-Monolithen für Autoabgaskatalysatoren)
- CP Schmidt Verpackungswerk GmbH & Co. KG (Konstruktion und Produktion von Faltverpackungen aus Karton)
- debitel (Telekommunikationsdienstleister; in Kaiserslautern Sitz eines Callcenters)
- Euromaster GmbH (Zusammenschluss von Reifen Stinnes und Gummi Mayer; Reifenherstellung und -Service, Sitz der
Hauptverwaltung)
- FACT Future Advanced Composites & Technology GmbH (Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von
Faserverbundwerkstoffen)
- Freudenberg Vliesstoffe KG (Herstellung von Spinnvliesstoffen Technik und Haushalt)
- Fruit of the Loom GmbH (Baumwoll-Oberbekleidung; zentrales Distributions- und Logistikzentrum für ganz Europa)
- Gebr. Pfeiffer AG (Mühlen und Maschinen für Zement- und Kalkindustrie)
- GENERAL DYNAMICS Santa Bárbara Sistemas GmbH (bis 2002 Eisenwerke Kaiserslautern; Amphibienfahrzeuge, mobile
militärische Schwimm- und Festbrücken)
- Gondrom (mit 27 Buchhandlungen und über 500 Mitarbeitern einer der zehn größten Buchhändler Deutschlands)
- Hochwald Nahrungsmittel-Werke GmbH (Milchwerk)
- Human Solutions GmbH (Hard- und Software für Anwendungen in den Bereichen Ergonomie und Simulation sowie
Bodyscanning)
- Keiper GmbH & Co. KG (Fahrzeugsitze; in Kaiserslautern Firmensitz, Entwicklung und Fabrikation. Das
Unternehmen gehört zur Keiper-Recaro-Gruppe)
- klip-asca GmbH (IT Systemhaus - Netzwerkintegration von Druckern und Kopiergeräten)
- Linux Networx GmbH (Europazentrale des US-amerikanischen Spezialisten für Supercomputer)
- LMS Deutschland GmbH (Software-Entwicklung, Beratung und Ingenieurdienstleistungen in den Bereichen Mechanik,
Dynamik und Festigkeit)
- Lumera Laser GmbH (Lasersysteme und -komponenten)
- Market Maker Software AG (Software für Portfoliomanagement und Wertpapieranalyse; Tochter der vwd Vereinigte
Wirtschaftsdienste GmbH)
- maxess Systemhaus GmbH (IT-Lösungen im Lebensmittelhandel)
- Mobotix AG (Entwicklung und Produktion von Netzwerkkameras und darauf basierenden Überwachungssystemen)
- Pfaff Industrie Maschinen AG (Industrienähmaschinen)
- Saar-Pfalz Erfrischungsgetränke GmbH & Co. KG (Konzessionär und Abfüller von Coca Cola; Vertrieb durch die
Pfälzische Getränke GmbH)
- Spinnerei Lampertsmühle GmbH (Verarbeitung von Baumwolle, Wolle, Synthetics und Spezialfasern zu technischen
Textilien)
- Torpedo-Garage GmbH & Co. KG (Niederlassung der DaimlerChrysler AG, mit über 200 Beschäftigten eine der
größten Mercedes/Chrysler/Smart/Hyundai-Händler in Südwestdeutschland)
- Ultraweb New Media GmbH (Full Service Provider, High Speed Internet Anbindungen)
- Wipotec Wägetechnik GmbH (Entwicklung und Produktion von kraftkompensierten Wägezellen, Kontrollwaagen und
dynamischen Wägesystemen)
- Albert Ziegler GmbH & Co. KG - Feuerwehrgerätefabrik und Schlauchweberei (Außenstelle in Kaiserslautern)
Medien Die Stadt hat ein Studio des Südwestrundfunks (SWR) und des privaten RPR. Einige
Bürger der Stadt stellen im Offenen Kanal Kaiserslautern (OKK) ein Fernsehprogramm zusammen. Als Tageszeitung erscheint die "Pfälzische Volkszeitung" als Regional-
beziehungsweise Lokalausgabe der in Ludwigshafen ansässigen "Rheinpfalz", als kostenlose Wochenzeitung das "Wochenblatt Kaiserslautern". Ferner gibt es kostenlose,
monatlich erscheinende Programm- und Szenezeitschriften (z.B. Pavillon). Seit Beginn des Jahres erscheint im zwei wöchentlichen Rhythmus die Zeitung "Walter - Die Fussballwelt in
Kaiserslautern". Diese Zeitung soll die Einwohner auf die WM 2006 einstimmen. (Auflage 60.000) Sie soll zur WM täglich erscheinen.
Soziale Dienste und Ämter
- Ökumenische Sozialstation Kaiserslautern mit zwei AHZ (Ambulante-Hilfe-Zentren)
- Mehrere Alters- und Pflegeheime verschiedener Träger (Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Diakonissenanstalt, DRK,
Graviusheim, Stadt Kaiserslautern u.a.)
- Übernachtungs- und Resozialisierungsheim St. Christophorus
- Glockestubb (Tagesbegegnungstätte für wohnungslose Menschen)
- Kliniken: Westpfalzklinikum, Lutrinaklinik
- Polizei: Unterhält in Kaiserslautern mehrere Inspektionen und das Präsidium Westpfalz
- Feuerwehr Kaiserslautern: Berufsfeuerwehr mit 100 Angestellten; Freiwillige Feuerwehr mit 250 Mitgliedern in
vier Innenstadtzügen und sieben Ortsteilzügen
- Rettungsdienste: ASB, DRK und MHD unterhalten jeweils eine Wache in Kaiserslautern
- Caritas-Zentrum
Bildung und Forschung
- 36 allgemein-, berufs- und weiterbildende Schulen aller Schultypen, die von über 20000 Schülern besucht werden
- Meisterschule Kaiserslautern (überregionale berufsbildende Schule mit Berufsfachschule, Fachschule für Technik
und Fachschule zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung) in Trägerschaft des Bezirksverbandes Pfalz
- Technische Universität Kaiserslautern, 1970 als Teil der Universität Trier-Kaiserslautern gegründet, 1975
verselbständigt.
- Fachhochschule Kaiserslautern, gegründet 1971 durch Vereinigung mehrere Bildungseinrichtungen, die zum Teil
schon seit dem 19. Jahrhundert bestehen, u.a. Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen, Staatliche Ingenieurschule für Maschinenwesen, Staatliche Ingenieurschule für Textiltechnik
- DFKI: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz
- Fraunhofer IESE: Fraunhofer Institut Experimentelles Software Engineering
- Fraunhofer ITWM: Fraunhofer Institut Techno- und Wirtschaftsmathematik
- IFOS: Institut für Oberflächen- und Schichtanalytik
- IVW: Institut für Verbundwerkstoffe
- TAS: Technische Akademie Südwest e.V.
- Max-Planck-Institut für Softwaresysteme (im Aufbau)
- Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde
- Nachwuchsinitiative-kl
- Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung
Kultur Theater/Kino/Vergleichbares
- Pfalztheater: Mehrsparten-Theater für Oper, Operette, Musical, Ballett und Schauspiel
- Kinos:
- UCI Kinowelt: Kinocenter
- Central Filmpalast
- Union-Kino: Spielfilm- und Programmkino
- Fruchthalle: gesellschaftliche Veranstaltungen und Konzerte
- Kulturzentrum Kammgarn: Rock-, Jazz, Blues- und Pop-Konzerte, Comedy und andere Veranstaltungen
- Jugend- und Programmzentrum: Kleinkunst und Musik
- Irish House: Irisches Pub mit Live-Musik
Museen und Bibliotheken
- Pfalzgalerie (Werke des 19. und 20. Jahrhunderts)
- Wadgasserhof/Theodor-Zink-Museum (Stadt- und Regionalgeschichte)
- Stadtbibliothek
- Universitätsbibliothek
- Pfalzbibliothek (wissenschaftliche Spezialbibliothek des Bezirksverbands Pfalz zur pfalzspezifischen Themen
Regelmäßige Veranstaltungen
- Mai: Maikerwe (Jahrmarkt)
- Juni: AStA-Sommerfest an der Universität
- Juli: Altstadtfest
- September: Barbarossafest "Swinging Lautern" (Musikveranstaltungen in der ganzen Stadt, veranstaltet
vom Werbeverband Kaiser in Lautern)
- Oktober: Oktoberkerwe (Jahrmarkt)
- November/Dezember: Weihnachtsmarkt
Persönlichkeiten Ehrenbürger
In der Reihenfolge der Verleihung des Ehrenbürgerrechts:
- 1847: Freiherr Carl von Gienanth (1818 - 1890)
- 1870: Friedrich Kolb (1808-1884), Landtagsabgeordneter und Journalist
- 1890: Paul von Braun (1820 - 1892), Regierungspräsident
- 1902: Gustav Schmitt (1832 - 1905), Bezirksamtmann und Regierungsrat
- 1924: Lina Pfaff (1854 - 1929), Kommerzienrätin
- 1925: Julius Gravius (1845 - 1929), Industrieller
- 1964: Eugen Hertel (1893 - 1973), Landtagsabgeordneter
- 1985: Fritz Walter (1920-2002), Fußballspieler
Söhne und Töchter der Stadt Die folgende Übersicht enthält bedeutende in Kaiserslautern
geborene Persönlichkeiten, chronologisch aufgelistet nach dem Geburtsjahr. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Kaiserslautern hatten oder nicht, ist dabei unerheblich. Die
Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
- 1813, 26. Juni, Ludwig Schandein, † 25. Oktober 1893 in Speyer, Volkskundler und Mundartdichter
- 1823, 1. Februar, Georg Michael Pfaff, † 30. Oktober 1893 in Kaiserslautern, Firmengründer (Pfaff-Nähmaschinen)
- 1884, 29. Juli, Dr. Fritz Neumayer, † 12. April 1973 in München, deutscher Politiker (FDP, FVP, DP), MdB, MdL
(Rheinland-Pfalz), Bundesminister für Wohnungsbau (1952-1953), Bundesjustizminister (1953-1956), Rheinland-Pfälzischer Minister für Wirtschaft und Verkehr (1947-1948)
- 1886, 6. Dezember, Ludwig Waldschmidt, † 1. Januar 1957 in Kaiserslautern, Maler und Graphiker
- 1920, 31. Oktober, Fritz Walter, † 17. Juni 2002 in Enkenbach-Alsenborn, Fußballspieler
- 1921, 3. August, Rudi Michel, Sportjournalist
- 1941, Prof. Gernot Rumpf, Bildhauer
- 1960, 6. Mai, Markus Wendorf, Schlagersänger ("In Catania blühn jetzt schon die Rosen")
- 1962, 15. März, Dr. Markus Merk, Fußballschiedsrichter
Literatur
- Städtebuch Rheinland-Pfalz und Saarland; Band IV 3. Teilband aus "Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft
der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, hrsg. von Erich Keyser, Stuttgart, 1964
- Deutscher Städteatlas;
Band: IV; 7 Teilband. Acta Collegii Historiae Urbanae Societatis Historicorum Internationalis - Serie C. Im Auftrag des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte e. V. und mit
Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, hrsg. von Heinz Stoob †, Wilfried Ehbrecht, Jürgen Lafrenz und Peter Johannek. Stadtmappe Kaiserslautern, Autor: Heinz Stoob. ISBN:
3-89115-037-7; Dortmund-Altenbeken, 1989.
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